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"Es gibt keine schönere Art, die eigene Sozialisation im Musikbereich zu reflektieren, als die scharfsinnige wie professionelle Show der Fernsehdiva Kroymann zu genießen. Ein absolutes Highlight!" Frankfurter Rundschau
Manche sind 50 Jahre in der Pubertät

"Die Kabarettistin Maren Kroymann spielte ihr Erfolgsprogramm "In My Sixties" im Neuen Theater Höchst.

Der Titel suggeriert, hier würde sich eine Künstlerin noch einmal mit der Dekade beschäftigen, die die Studentenbewegung hervorbrachte, die Rockmusik revolutionierte und überhaupt so manche Wellen auslöste. Dem ist nicht so. Maren Kroymann ist in ihrem siebten Lebensjahrzehnt angekommen und hält Rückschau.

Dabei spielt sie abwechselnd ihre Begabungen als Kabarettistin, Schauspielerin und Sängerin virtuos aus. Mit 62 schaut sie blendend aus, zeigt sich in eng geschnittenem Outfit und hat vielleicht das beste Programm ihrer Karriere zusammengestellt.

Augenzwinkernd räsoniert sie über "50 Jahre Pubertät", präsentiert eindrucksvoll kleine und große Geschichten aus einem erfüllten Künstlerleben. Das Publikum hängt ihr an den Lippen, wenn sie Anekdoten um Liebe, bittere Niederlagen und große Siege vorüberziehen lässt. Ihre Stimme ist mit den Jahren etwas dunkler geworden, aber nicht wenig voluminös.

Damit die Songs zwischen Chanson, Softjazz, typischem Sixties-Sound und Balladenton gut klingen, hat sie eine kongeniale Band dabei. Am Klavier der musikalische Leiter Matthias Binner; das verhalten swingende Rhythmusteam sind HD Lorenz am Kontrabass und Rudi Neuwirth, Schlagzeug. Solistisch adelt Ralf Lehmann mit seiner Jazzgitarre die Stücke, darunter viele von der amerikanischen Ikone Dusty Springfield, aber auch Klassiker wie "It's All Over Now" oder "The Sun Ain't Gonna Shine Anymore" von den "Walker Brothers".

"In My Sixties" kommt als bezaubernde Personality-Revue daher, dargeboten mit Verve und Gefühl von einer Künstlerin, die mit sich ins Reine gekommen ist und souverän singt und erzählt, ohne allzu sentimental zu sein, und trotzdem anrührend, ja fesselnd wirkt. Und so mancher Spätgeborene erfährt hier vieles über Jahre zwischen sexuellem Aufbruch und sinnlicher Erkundung des Ichs. Das alles unterfüttert mit Musik, die sich keinem Casting verdankt. Bravo!" Neue Presse Frankfurt, 20. Januar 2012
Maren Kroymann zwischen Girlie und Pensionsberaterin

Die Sechzigjährigen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Maren Kroymann - Super-Figur, Super-Frisur, Super-Philosophie! - feiert in der Bar jeder Vernunft "50 Jahre Pubertät".

Ihre Ankunft im Stadium präklimakterieller Ungeniertheit begeistert, denn die 62-Jährige verbindet die Angestochenheit einer deutschen Debbie Harry mit der Eleganz von Catherine Deneuve. […] In ihrem dritten Solo-Musikprogramm wirkt Maren Kroymann dermaßen losgelassen und ironisch angefixt, dass kein Schrecken des Frührentnertums je aufkommt. Maren Kroymann war nie besser als heute.

[…] Zwischen Dean Martin, Betrachtungen über kurzsichtige Lesben und Rolling Stones übt sich Kroymann als schönste Epochenverschlepperin, die sich denken lässt. In uns allen ticken die 60er. Und die wollen raus.

Näher betrachtet, ist "In my Sixties" eine versteckte Hommage an die Frauenikone mit Turmfrisur: Dusty Springfield. […] Mehr als einen Barhocker, vier schöne Kleider und den most distinguished Bar-Pianisten von Berlin, Johannes Roloff samt Band, braucht sie dafür nicht. Sie ist groovende, swingende, flippende Solo-Girlgroup und Pensions-Beraterin in einem." Berliner Morgenpost, 29. September 2011
Maren Kroymann bezaubert mit "In my Sixties"

Ihrem Charme erliegt man sofort. Sie flirtet, sie bezaubert, ja, Maren Kroymann ist vor allem eine große Entertainerin.

Ihre Show "In My Sixties" in der Bar jeder Vernunft ist deshalb auch mehr als ein Musikabend. Mit Songs von Dusty Springfield, Dean Martin oder Emmylou Harris fächert sie nicht nur ihr Leben, sondern ein ganzes Jahrzehnt auf. Jede Pointe sitzt. Die Kroymann seziert die Sechziger, die sie als junges Mädchen mit vier Brüdern in Tübingen erlebte. Das macht sie gnadenlos und klug. Toller Abend, tolle Frau!" BZ Kultur, 29. September 2011
Fünfzig Jahre Pubertät

"I only want to be with you": Mit einem Song der White Queen of Soul, Dusty Springfield, stürmte die zierliche Maren Kroymann auf die Bühne - die musikalischen 60er Jahre waren mit einem Schlag präsent. Musikalisch ausgerückt, heisst das: Ein Sound, der träumen lässt, bunt und farbenfroh leuchtet und ein Gefühl von unendlicher Leichtigkeit und Freiheit auslöst. Wehmut befand sich kein darin, nein. […]

Kroymann versprüht mit ihren über sechzig Jahren nach wie vor den Charme eines jungen, verspielten Mädchens, vor allem wenn sie in ihrem neckischen blauen Kleid "picklige" Songs der ersten Girl Groups singt. Das sie aber auch ganz anders kann, zeigte sie mit vollem Timbre bei Männer-Songs wie "The sun ain't gonna shine anymore" von den Walker Brothers und "Sunny Afternoon" von The Kinks. Dazwischen servierte sie immer wieder eine Tranche mit trockenem Humor gwürzte Anekdoten aus ihrer Jugendzeit. […]

Grosse und kleine Gesten, die Kroymann beherrscht sie alle. […] Mit einer doppelten Zugabe beendete Maren Kroymann den mitreissenden Abend!" Der Landbote/Schweiz, 5. November 2011