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Pressetext
"Georgette Dee ist die perfekte Diva - göttlich eben. Wenn sie […] die Bühne betritt und ihre Brechts und Weills, ihre Brels und Eislers, ihre Holländers und ihre eigenen Lieder singt, jagt sie einem heisskalte Schauer über den Rücken. Schreiend, gurrend, flüsternd, heulend, tobend und seufzend kämpft sie sich durch ihre Lieder. Eine Diseuse, die an Marlene Dietrich gemahnt, an Judy Garland, an Zarah Leander, an Hildegard Knef oder an ihr grosses Vorbild Nina Simone - und doch immer Georgette ist. "Berlijnse Brutaliteit", "Mysterium des deutschen Chansons", "Engel auf Abwegen", "Queen der Diseusen"."
Göttliche Momente

"[…] Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen! Georgette Dee ist nicht nur von Berufs wegen ständig auf Achse - auch privat legt Georgette gerne weite Strecken zurück. Und erlebt dabei so manch amüsant-heitere, aber auch seltsam-groteske Situation. Akribisch in Tagebuchform aufgezeichnet, integrieren sich kleine und große Geschichten nahtlos zwischen Chansons, Songs und Liedern - stets mit einem Augenzwinkern vorgetragen von der eigenwilligen Diseuse.

"Wer nicht handelt, wird behandelt werden", feuert die Dee einen ihrer lästerzungenscharfen Kommentare ab - und ist schon mittendrin im umfangreichen Reise-Almanach, der zuerst in die Bar eines Luxushotels im fernen Tokio, später dann an lustvollere Schauplätze nach Karthago und Tunis führt. Stets Amouröses im Schilde führend, begegnen der kokettierenden Diva auf abenteuerlichem Selbsterfahrungstrip Menschen unterschiedlichster Herkunft und Rasse: Etwa der smarte Barkeeper Okasan mit sanfter Kräuselstimme.

Die Chansonnette zieht alle Register

Oder der fesche Kellner, der laut Georgette Dee einen knackigen Hingabehintern sein eigen nennt. Aber es tauchen noch bizarrere Gestalten auf: die genüßlich an einer Havanna nuckelnde All-American-Tunte, die, wie sich noch revidierend herausstellen soll, dann doch keine ist. Nicht zu vergessen: Liebesgott Amor mit Pfeil und Bogen im Anschlag höchstpersönlich, der nur von einer langsam an ihrem Verstand zweifelnden Künstlerin wahrgenommen werden kann.

Nicht nur in ihren Erzählungen zieht die Chansonnette sämtliche Register: von romantisch-plüschig über blumig-sarkastisch bis zotig-versaut. Die Dee hat schlicht ein Gespür für Situationen. Mit großer Nonchalance geht sie über den einen oder anderen zungenrollenden Patzer hinweg, verursacht wohl auch vom offen konsumierten Hochprozentigen. Ihre epenlangen, mit zahllosen Pointen gespickten Conferencen sind literarisches Kabarett, ihre Wortkanonaden nicht selten Aphorismen, die in schmuddeligen Hinterhöfen geschrieben sein könnten oder auch auf der Yacht eines Multimillionärs, wo sich die Eitlen und die Schönen dieser Welt lasziv räkeln.

Eigenwillig interpretierte Klassiker

Rauchig klingt auch die Stimme. Weiches Timbre in den tieferen Lagen, die Höhen zunächst abenteuerlich, kaum zu bewältigen und vage umschifft. Mit ihren Liedern fängt sie, sparsam im Jazz-Arrangement begleitet von Nils Gessinger am Flügel und Kontrabassist Jürgen Attig, erst allmählich Feuer.

Einige Eigenkompositionen, aber auch viele eigenwillig interpretierte Klassiker der Pop-Historie: Sinead O'Connors "Nothing Compares 2 U" schlängelt sich in zeitlupenhafter Intensität, Dusty Springfields "Wishin' & Hopin'" herrlich vulgär gebrüllt und, als Gegenstück, Rio Reisers "Stiller Raum" um so zärtlicher hauchend umarmt. Bravourös meistert die fingerschnippende Künstlerin gar das eigentlich auf reichlich Oktavenumfang angelegte "Unchained Melody", ein Evergreen der Righteous Brothers. Mit einer gnadenlos auf Ironie umgetexteten deutschen Version von "The Lady Is A Tramp" beweist der männermordende Vamp schließlich, daß er durchaus in der Tradition der deutschen Hollywood-Ikonen Hildegard Knef und Marlene Dietrich steht - auch wenn Sie eigentlich ein Er ist.

Rauschhaft bis orgiastisch wird es spätestens zum Finale. Vergessen die Frage, ob Mann oder Frau. Georgette Dee vereint beides in sich, nicht nur, wenn ihre schnarrenden Vokalismen auf dem Höhepunkt angelangt sind. Vielleicht macht gerade das die Faszination dieser authentisch menschlichen Figur aus: sich nach Rückschlägen immer wieder neue Ziele zu setzen, die Meßlatte immer noch höher anzulegen." Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. August 2006
Wohlige Schauer, als die Lieder leise flehen

"[…] An diesem Abend passte alles zusammen: der Vollmond wanderte über den Nachthimmel, Georgette Dee sang zu Beginn das Lied vom "Sommerseeflimmern". […] Die besten Voraussetzungen, um ein "Schubertgefühl" zu provozieren, schuf die strahlkräftige Diseuse mit dem innig interpretierten Ständchen "Leise flehen meine Lieder". Wohlige Schauer liefen dem Zuhörern über den Rücken, um im nächsten Moment auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt zu werden. Mit Geschichten von lärmenden Bauarbeitern, Männern mit wummernden Musikboxen im Auto und Rosenverkäufern, die im richtigen Moment auftauchen - beispielsweise. Die Kunst von Lady Dee besteht nicht nur darin, mit ihrer modulationsfähigen Stimme aus Samt und Rauch zu singen, sie öffnet gleichzeitig wundersame geistige Labyrinthe, in denen jeder nach eigener Lust und Laune herumirren kann.
Die sich wahlweise einstellenden Verzückungen stehen gleichsam im Kontrast zu befreienden Lachsalven: und über alledem schwebt die Generalamnestie für die Liebe in ihren diversen Variationsmöglichkeiten - wobei man Gott nicht genug dafür danken kann, dass er Matrosen erschaffen hat; und sei es nur, damit sie im Leben von Georgette Dee vorkommen. Diese wiederum teilt uns ihre Erlebnisse auf so eindringliche wie selbstironisch eingefärbte Weise mit, dass wir glauben, dabei gewesen zu sein, damals in Paris, als sie "neben sich an der Bar" stand.
Dass die Erstaufführung des Programms auch für den Pianisten Sebastian Undisz eine gelungene Premiere war, mögen die wenigsten Zuhörer bemerkt haben, so selbstverständlich begleitete er die Diseuse auf ihrer Reise durch die Sommernacht. Unverzichtbar auch Jürgen Attig am Kontrabass, der seinem Instrument keineswegs nur melancholische Töne entlockt. Kurz: Die Liebe macht nicht jeden selig, aber so ein Abend auf alle Fälle." Kölner Stadtanzeiger, 23. Juni 2005
Momente der Liebe von Matthias Huth

"Wie sie auf der Bühne steht und Zigarette raucht. Wie sie die Pause setzt, um dann vom Glück zu schwärmen. Ein magischer Augenblick, und von denen gab es beim Konzert Georgette Dees am DNT Weimar eine Menge. […] Sie hat sich mit authentischem Diventum, darstellerischer Profession und warmer Intelligenz in den Olymp deutschen Chansons hineingesungen.
"Just Lovesongs" heißt ihr bisher tiefgründigstes, spannungsreichstes Konzert. Sie spiegelt in ihren Texten und Interpretationen bekannter Popsongs nicht nur die Facetten und Stadien der Passion, sie empfindet sie. Diese Intensität, mit der sie Schuberts "Leise flehen meine Lieder" singt. Dieses Wagnis, das neben "Son of the preacherman" zu stellen. Diese Geschichten, welche mit Sprachwitz und Präzision trotzdem spontan erzählt wirken.
Das ist faszinierend und in dieser Form einmalig. Man ist atemlos vor Spannung, wenn beispielsweise Rilkes Engel an Wiete gewinnt, oder begeistert, wenn Gefühle auf dem Weg nach Odessa aus dem Ruder laufen.
Wenn Georgette Samba tanzt, oder "An Land" von Element of Crime zelebriert, dann macht sie das mit Lust. Dass die sich überträgt, ist die eine Zauberwelt. Die anderen: das effektvolle Licht und die Musik.
Ein fantastischer Abend. […] Kein Abend: ein einziger großer Moment." Thüringer Allgemeine
Transpirierende Transzendenz von Peter Zander

"Ein Bühnenmärtyrium, um uns zu erlösen. Wahrlich, dafür beten wir sie an." ganzer Artikel
Zugabe! Zugabe! Zugabe! von Frédéric Ferney

"In Deutschland ist sie ein Star. Georgette Dee singt die Liebe […]" ganzer Artikel
How to survive as a diva…

"[…] what Georgette Dee portrays on stage is the art of life. The art to love life and to persist, to be swept away by emotions and to celebrate them at the same time. And, thanks to this over-emphasis, to keep them at a distance order to be able to wipe them away with a slight gesture, a spiteful cry - once a dream has collapsed a pain replaces pleasure. Then diving into a new-found happiness with the same intensity, risking that the frog you kiss gives you a sock in the eye in return. Consequently Georgette Dee opens her recital with Zarah-Leander's words of wisdom-wisdom "Nur nicht aus Liebe weinen" (Don't cry for love): emanating the wrath of someone deeply hurt, but growing with the pain of a love lost. Still, only the song's title is reminiscent of Zarah. Georgette Dee's singing is emotion pure." Die Zeit